während ich im auto gesessen bin, um mir die gegend hier anzusehn, während ich drei tage gebraucht hab, um mich endlich ins meer reinzutrauen, wegen der wellen und wegen jaws und weils kalt war und weil ich immer rumbrodel mit wasser, obwohl ich augen mach wie ein kleinkind wenn ichs nur riech, und weil du nicht als erster reingegangen bist, um mir zu zeigen, dass ich wieder einmal nicht sehr mutig bin, bist du hingefallen. auf eine wiese. deine rippe hat deine milz durchbohrt. dann ist der zirkus losgegangen.
meine kellerwohnung hat eine glastür. die fördert meine latent paranoide struktur. gegen das licht, gegen das wetter und für meinen aberglauben picken jetzt zeitungsausschnitte drauf. auf denen sind bubble chambers. maschinen, die in den fünfzigern boomten. darin ließen sich subatomare partikel sichtbar machen, weil die, durch die kammer geschossen, spuren hinterlassen, in einer erhitzten transparenten flüssigkeit. mit fotos wurden die einzelnen partikel identifiziert. anhand der spur. um wetterphänomene besser zu verstehen. bubble chambers gibts schon lange nicht mehr, auf meiner tür steht nicht, was jetzt hip ist. ich jedenfalls hab linien gemacht, die breiter wurden mit jedem highwaykilometer, weil ich nicht kacken konnte. vom vielen sitzen, von dem dreck von fastfood, vor lauter unruhe, vom nachdenken über deine verpickten darmwände. auch wenn du nichts hattest davon. du hast einen punkt gemacht. der sich zusammenzog, um sich dann, mit den jazzgittibeinen, aufzublaehen, um dann wieder einzufallen. nichts hast du sagen können, erstaunlich für ein radio, es war nur warten und schaumamal. es war unerträglich. und es war absurd, weil wie willst du eine linie mit einem punkt zusammenbringen, wenn die grad die ganze zeit daran vorbeischiesst?
vom roadtrip zurück seh ich: mein basilikum ist eingegangen. jedes mal, wenn ich jetzt das fenster aufmach, denk ich an ihn. dabei hab ichs wirklich nicht mit pflanzen. und nein, ich weiß nicht, ob wir an der spur wachsen können. nur ohne dich, das geht nicht. in keiner blase. du hast einen punkt gemacht.
du schreibst du wärst neinah gestorben, und in dem n, das sich eingeschlichen hat, liegt die ganze erleichterung.
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