im fernseher ist aufregung. ein verschrobener pater aus florida will samstag 9/11 nach new york fahren und dort einen koran abfackeln. er gibt interviews, behauptet, er habe mit dem sprecher eines muslimischen vereins ausgedealt, das nicht zu tun, wenn im gegenzug dazu die moschee am ground zero nicht wieder aufgebaut wird. der imam wiederum beteuert, so ein versprechen nie gegeben zu haben. er habe lediglich zu einem treffen mit dem pater zugesagt. sprechakttheorie gelebt. der moderator, rick nehm ich an, wenn es rick’s show heißt, besteht auf eindeutigen sätzen. im insert unten werden die eingeblendet. „i promised….to meet“, „fla.: pater wants to bury quuran“.
samstag letzte woche waren unglaublich viele von denen in woschingtn, rund um das bassin gruppiert  (das, in das forrest gump reingehupft ist und von dem mein lonely planet sagt, es sei es nicht wert, sich die hose für 40cm dreckwasser nass zu machen). ich hab das wort rally, das mir nichts sagte,  für diesen einen tag als sitzdemo übersetzt, den unmengen an campingstühlen nach zu schließen, die in tausende von händen geklappt waren. ‚take back america‘ war die schwammige losung, auf der alle draufsaßen, ohne weiter auszuführen, von wem und zu wem zurück. der subtext war explizit, für die, die ihn lesen konnten. gelbe fahnen mit klapperschlangen drauf, relikte aus dem sezessionskrieg. jim, mein freund für einen tag, hat mich belehrt. die fetzen wurden auf meistens recht gut gepolsterten schultern geschleppt, bücken war gefragt, ums nicht ins gesicht zu bekommen. f und ich chatten. f sagt, wir beide säßen in unserm leben wie  fragezeichen. ist es nicht besser, wie ein fragezeichen zu sitzen, als auf so einem stuhl zu knotzen. excited haben die nicht ausgesehn. ich wars dafür umso mehr. schaulustig halt, obwohl ich für die geisterbahn gar nicht so weit hätt fahren müssen. jedenfalls muss ich jeden tag mindestens sechsmal durch securitychecks. dabei hab ich keine einzige hose, die ich ohne meinen metallgürtel tragen kann. damit ich ja nix einschlepp und ganz sicher auch nix hinaustrag.
nicht weil ich so schaulustig bin (das auch).  und sicherlich nicht, weil ich lust auf antiislamische ressentiments hab.  ich wär morgen gern in new york.

im fernseher ist aufregung. ein verschrobener pater aus florida will samstag 9/11 nach new york fahren und dort einen koran abfackeln. er gibt interviews, behauptet, er habe mit dem sprecher eines muslimischen vereins ausgedealt, das nicht zu tun, wenn im gegenzug dazu die moschee am ground zero nicht wieder aufgebaut wird. der imam wiederum beteuert, so ein versprechen nie gegeben zu haben. er habe lediglich zu einem treffen mit dem pater zugesagt. sprechakttheorie gelebt. der moderator, rick nehm ich an, wenn es rick’s show heißt, besteht auf eindeutigen sätzen. im insert unten werden die eingeblendet. „i promised….to meet“, „fla.: pater wants to bury quuran“.

samstag letzte woche waren unglaublich viele von denen in woschingtn, rund um das bassin gruppiert  (das, in das forrest gump reingehupft ist und von dem mein lonely planet sagt, es sei es nicht wert, sich die hose für 40cm dreckwasser nass zu machen). ich hab das wort rally, das mir nichts sagte,  für diesen einen tag als sitzdemo übersetzt, den unmengen an campingstühlen nach zu schließen, die in tausende von händen geklappt waren. ‚take back america‘ war die schwammige losung, auf der alle draufsaßen, ohne weiter auszuführen, von wem und zu wem zurück. der subtext war explizit, für die, die ihn lesen konnten. gelbe fahnen mit klapperschlangen drauf, relikte aus dem sezessionskrieg. jim, mein freund für einen tag, hat mich belehrt. die fetzen wurden auf meistens recht gut gepolsterten schultern geschleppt, bücken war gefragt, ums nicht ins gesicht zu bekommen. f und ich chatten. f sagt, wir beide säßen in unserm leben wie fragezeichen. ist es nicht besser, wie ein fragezeichen zu sitzen, als auf so einem stuhl zu knotzen. excited haben die nicht ausgesehn. ich wars dafür umso mehr. schaulustig halt, obwohl ich für die geisterbahn gar nicht so weit hätt fahren müssen. jedenfalls muss ich jeden tag mindestens sechsmal durch securitychecks. dabei hab ich keine einzige hose, die ich ohne meinen metallgürtel tragen kann. damit ich ja nix einschlepp und ganz sicher auch nix hinaustrag.

nicht weil ich so schaulustig bin (das auch).  und sicherlich nicht, weil ich lust auf antiislamische ressentiments hab.  ich wär morgen gern in new york.

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